Aktiver Artenschutz vor Ort – gemeinsam Lebensräume für Fledermäuse sichern

26. Feb. 2026

Aktiver Artenschutz vor Ort – gemeinsam Lebensräume für Fledermäuse sichern

 

Der Schutz unserer heimischen Tierwelt liegt unserer Gemeinde sehr am Herzen. Leider macht das Artensterben auch vor unserer unmittelbaren Umgebung nicht halt. Umso wichtiger ist es, nicht nur darüber zu sprechen, sondern konkret zu handeln und Lebensräume für Tiere aktiv zu erhalten und zu schaffen.

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür sind unsere heimischen Fledermäuse. Sie gehören zu den streng geschützten Tierarten und spielen eine wichtige Rolle im natürlichen Gleichgewicht – unter anderem, weil sie jede Nacht große Mengen an Insekten fressen.

 

Die Mausohrfledermaus – ein faszinierender Nachbar

Eine bei uns vorkommende Art ist die Mausohrfledermaus. Ihren Namen verdankt sie ihren großen, mausähnlichen Ohren. Ihr Fell ist auf dem Rücken grau- bis braunfarben, die Bauchseite deutlich heller. Die Tiere werden etwa sechs bis sieben Jahre alt und ernähren sich vor allem von Insekten, Spinnen und Tausendfüßern.

Mausohrfledermäuse sind nachtaktiv. Tagsüber ruhen sie in geschützten Quartieren, zum Beispiel in Höhlen, Baumhöhlen oder auch in Dachstühlen und anderen Gebäuden. In den Wintermonaten ziehen sie sich in geeignete Winterquartiere zurück und halten dort Winterschlaf.

 

Schutz bei Bau- und Abrissmaßnahmen

Gerade bei Sanierungen, Umbauten oder Abrissarbeiten können Fledermäuse unbemerkt ihre Quartiere verlieren. Deshalb ist es besonders wichtig, solche Maßnahmen frühzeitig zu begleiten und den Artenschutz mitzudenken.

Aus aktuellem Anlass – einem bevorstehenden Gebäudeabriss in Adelshausen – wurden in enger Abstimmung mit Artenschutzexpert:innen geeignete Fledermauskästen angebracht, um den betroffenen Tieren neue sichere Quartiere zu bieten. So kann verhindert werden, dass wichtige Lebensräume ersatzlos verloren gehen.

 

Artenschutz lebt vom Mitmachen

Der Schutz unserer heimischen Tierarten ist eine gemeinsame Aufgabe. Artenschutz kann nicht allein von Behörden oder Gemeinden getragen werden – er lebt vom Mitmachen. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann mit oft ganz einfachen Maßnahmen dazu beitragen, die Lebensbedingungen für Fledermäuse nachhaltig zu verbessern.

Schon der eigene Garten kann zu einem wichtigen Lebensraum werden. Heimische Pflanzen, blühende Nachtpflanzen, der Verzicht auf Pestizide oder eine kleine Wasserstelle fördern Insekten und sichern damit die Nahrungsgrundlage der Fledermäuse. Wer zusätzlich Fledermauskästen anbringt, schafft wertvolle Ersatzquartiere – insbesondere dort, wo alte Bäume oder geeignete Gebäude fehlen.

Darüber hinaus gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen. Interessierte können den Arbeitskreis Fledermäuse Neuburg-Schrobenhausen unterstützen oder sich an Aktionen vor Ort beteiligen und so zum Schutz dieser faszinierenden Tiere beitragen. Auch Aufmerksamkeit im Alltag ist ein wichtiger Beitrag: Bei Sanierungs- oder Abrissarbeiten und dem Verdacht auf ein Fledermausquartier sollte frühzeitig die untere Naturschutzbehörde informiert werden, um Schäden zu vermeiden.

Nicht zuletzt ist fachkundige Hilfe im Notfall entscheidend. Wer eine verletzte oder geschwächte Fledermaus findet, sollte nicht unüberlegt handeln, sondern sich beraten lassen, damit dem Tier bestmöglich geholfen werden kann.

Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Fledermäuse auch künftig einen sicheren Platz in unserer Gemeinde haben. Artenschutz beginnt direkt vor der eigenen Haustür – und jeder Beitrag zählt.

 

Weiterführende Informationen & hilfreiche Links

Wer sich intensiver mit dem Thema Fledermausschutz beschäftigen oder selbst aktiv werden möchte, findet im Internet zahlreiche fundierte und anschauliche Informationsangebote. Die folgenden Links bieten einen guten Einstieg und weiterführende Unterstützung – egal, ob man sich nur informieren oder konkret etwas für den Schutz der heimischen Fledermäuse tun möchte:

 

Sollten Fragen aufkommen, können Sie sich beim Landratsamt, Untere Naturschutzbehörde, informieren.

 

 

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