Information zur Erneuerung der Entwässerungseinrichtung

Information zur Erneuerung der Entwässerungseinrichtung

Gemeinde verzichtet auf die Erhebung einer Vorauszahlungsrate im Jahr 2026

 

In den Jahren 2023 bis 2025 hat die Gemeinde jeweils Vorauszahlungen auf den Verbesserungsbeitrag für die Erneuerung der Entwässerungseinrichtung erhoben.

Ursprünglich war für das Jahr 2026 die Erhebung einer vierten Vorauszahlungsrate geplant. Die Gemeinde hat sich nun jedoch dazu entschlossen, in diesem Jahr auf diese Erhebung zu verzichten. Grund hierfür sind zeitliche Verzögerungen bei der Umsetzung der Baumaßnahme, die durch verschiedene äußere Einflussfaktoren eingetreten sind.

 

Kostenentwicklung der Maßnahme

Durch die bisherigen drei Vorauszahlungsraten wurden von der Gemeinde insgesamt rund 6,6 Mio. € eingenommen. Das Gesamtvolumen der vergebenen Aufträge beläuft sich auf über 8,0 Mio. €.

Nach der neuesten Kostenschätzung werden sich die Gesamtkosten der gesamten Verbesserungsmaßnahme von den im Jahr 2022 prognostizierten 17,5 Mio. € auf voraussichtlich ca. 23 Mio. € erhöhen.

Aufgrund dieser Kostenentwicklung ist absehbar, dass der endgültige Verbesserungsbeitrag, welcher nach dem vollständigen Abschluss und der Endabrechnung der Maßnahme ermittelt wird, über dem im Jahr 2022 vorläufig kalkulierten Beitragssatz liegen wird. Eine Aussage über die endgültige Höhe des endgültigen Verbesserungsbeitrags kann zum jetzigen Zeitpunkt ohne eine Neukalkulation jedoch noch nicht getroffen werden.

 

Überblick über den aktuellen Stand und den weiteren Zeitplan der einzelnen Teilmaßnahmen:

 

Vakuumstation West

Die Vakuumstation West inklusive der Ableitung zur Vakuumstation Josephenburg wurde bereits 2022 erfolgreich in Betrieb genommen. Sie dient der spürbaren Entlastung des Vakuumnetzes in der Ortsmitte.

Bei der Berechnung des vorläufigen Verbesserungsbeitrags im Jahr 2022 belief sich die Kostenschätzung auf 1.795.455 €. Im Zuge der tatsächlichen Ausführung konnten die Kosten erfreulicherweise auf 1.438.400 € reduziert werden.

 

Abwasserüberleitung, Mischwasserbehandlung und Pumpstationen Adelshausen, Pobenhausen und Aschelsried

Die Leitungsarbeiten wurden Ende 2024 begonnen und sind mittlerweile abgeschlossen. Aktuell finden lediglich noch kleinere Restarbeiten statt. Im Zuge der Ausführung haben sich die Kosten reduziert.

 

Die Arbeiten an den Ortsteilkläranlagen Adelshausen, Pobenhausen und Aschelsried werden voraussichtlich Mitte 2027 starten. Vorab wird bereits im Herbst 2026 mit der Verlegung der Wasserleitung in Pobenhausen begonnen. Die Inbetriebnahme der neuen Pumpstationen ist für Mitte 2028 geplant, da das Abwasser erst ab diesem Zeitpunkt auf der Kläranlage Karlskron verarbeitet werden kann. Die Gesamtfertigstellung dieses Abschnitts – inklusive des Rückbaus der Altanlagen und der anschließenden Renaturierung – wird voraussichtlich bis Mitte 2029 andauern.

 

Bei der vorläufigen Kalkulation im Jahr 2022 lag die Kostenschätzung bei 7.082.285 €. Nach den aktuellen detaillierteren Fachplanungen liegt die Kostenschätzung nun bei etwa 10,1 Mio. €.

 

Kläranlage Karlskron

Im März 2026 wurden die Arbeiten an der Kläranlage Karlskron durch die Firma Swietelsky mit dem Bauabschnitt I (Neubaubereich) aufgenommen. Die Fertigstellung dieses ersten Abschnitts – inklusive der gesamten Gebäude- und Maschinentechnik – ist für den Herbst 2027 vorgesehen. Direkt im Anschluss (bis Mitte 2028) werden die Bestandsbecken im Zuge der Bauabschnitte II und III modernisiert. Nach deren Umsetzung folgt im Bauabschnitt IV der Teilabbruch sowie die Erneuerung des bestehenden Betriebsgebäudes. Die Gesamtfertigstellung der Kläranlage ist für Mitte 2029 geplant.

Die ursprüngliche Kostenschätzung aus dem Jahr 2022 betrug für diese Teilmaßnahme 8.222.212 €. Im Zuge der detaillierteren Fachplanungen hat sich dieser Wert auf derzeit ca. 10,0 Mio. € erhöht.

 

Bestehende Vakuumstationen (Mändlfeld, Schreinergraben und Josephenburg)

Für die bestehenden Anlagen wurde im Jahr 2025 eine umfassende Studie zur baulichen und technischen Instandsetzung durchgeführt. Neben der Modernisierung der Substanz sollen die Stationen technisch an die Kläranlage angepasst werden. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist für die Jahre 2027 und 2028 geplant.

Im Jahr 2022 ging man von Kosten in Höhe von 382.500 € aus. Aufgrund der Ergebnisse der Studie und des daraus resultierenden Bedarfs an zusätzlichen technischen Erneuerungen liegt die aktuelle Kostenschätzung nun bei etwa 1,5 Mio. €.

 

Wir werden Sie über den Fortgang der Baumaßnahmen sowie über die finanziellen Auswirkungen weiterhin transparent auf dem Laufenden halten.

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